Schwarzes Loch, ESO 2019
                                                 (
aus Radioaufnahmen des Event Horizon Telescope berechnet)
 
  

 

Block  Aktuelles: Sprache(n), Mehrsprachigkeit, Migration und Bildung

Vorträge Ludger Hoffmann

Winterthur, IFP, 4.-6.10., 2018, mit Annika Frank, Rassistische Beleidigungen

Bielefeld, FH 21.5.2019,
Rassistische Beleidigungen

Thessaloniki, Universität, 2.6.2019 Funktionale Grammatik und Didaktik

Keunig-Haus Dortmund, 3.7.2019, Rassistische Beleidigungen

FÖTEV Keunig-Haus Dortmund, 14.11.2019 <...>

Universität Essen-Duisburg, 26.11.2019, Rassistische Beleidigungen

 

 

 

> Büchertisch: wichtige Neuerscheinungen
> Aufmerksamkeitsstrategie

> Überwachung, NSA
> Genetische Besonderheit des Menschen
> Kleines A-B-C Migration und Mehrsprachigkeit
> Aktuelles von gestern/Archiv


"What makes America great, to the extent that it is great, is and has always been the introduction of more and more diversity. From emancipation to immigration, America has never ever been the product of white males, however popular that conceit. I am so grateful for diversity."
(Daniel Everett, Linguist, Twitter 3.2.2019)

Kunst in der postmigrantischen Gesellschaft: Gespräch mit Shermin Langhoff, Intendantin des Berliner Gorki-Theaters. >   ZEIT
Feierwürdig: das Grundgesetz wird 70. Zentral sind die Grundrechte. Wäre so etwas Gutes, das "Verfassungspatriotismus" (Sternberger, Habermas, Weizsäcker) rechtfertigt, heute noch möglich? Wie kann man den Bestand sichern? 

Jeder hat das Recht auf einen Verteidiger. Egal, was er oder sie gemacht hat. Die Entlassung des Harvard-Professors Ronald Sullivan, weil der Harvey Weistein vor Gericht verteidigen wollte, ist daher ein Skandal. The Atlantic  SPON

Spannend: Mark W. Post (2019) Topographical Deixis in Trans‐Himalayan (Sino‐Tibetan) Languages
Felicitas Hoppe: Lob Europas. DLF
Istanbul: Die Kommunalwahl wird auf Antrag der AKP wiederholt, die CHP fordert nun, die Begründung (einige Wahlhelfer waren keine Staatsbeamte) auch auf die Präsidentschaftswahl anzuwenden, bei der dieselben Bedingungen geherrscht hätten. Kritik kam auch von Ex-Premierminister und AKP-Mitglied Ahmet Davutoǧlu und Ex-Präsident Abdullah Gül. Wie geht es weiter? Wendet sich die Türkei von der Demokratie ab? Was macht die EU und welchen Einfluss hat die Entwicklung auf die Wirtschaft?
Aktualisierte, erweiterte Neuauflage: Ludger Hoffmann (Hrsg.) (2019⁴) Sprachwissenschaft • Ein Reader | Besprechung auf youtube (Alexander Lasch)
Neu sind Texte von John Locke, W. v. Humboldt,Lirim Selmani, Sebastian Löbner, George P. Lakoff/Mark L. Johnson, Daniel L. Everett (mit Kommentaren von Levinson, Pawley, Tomasello).
Entwicklungshilfeminister Müller fordert ein Verbot von Einweg-Plastiktüten, Länder wie Kenia oder Uganda seien da Vorbilder.

Gehirnaktivität kann Sprachsynthese steuern  > nature

Die neue Mitte-Studie der Uni Bielefeld zeigt einen Anstieg der Ablehnung Asylsuchender auf nunmehr 54%, besonders deutlich in Ostdeutschland, während die Zuwanderung zuletzt stark zurückgegangen ist. Aber 80% begrüßen es, wenn man sich gegen Hetze gegen Minderheiten einsetzt. Die Diskussionen der letzten Jahre, inkl. des großen Streits in den Unionsparteien, schlagen sich hier nieder, rechte Parteien haben die Agenda gesetzt und auch die Medien haben eifrig mitgemacht.

Sprachenpolitik: Sprache lässt sich nicht verordnen: Mit 278 zu 38 Stimmen hat das Parlament der Ukraine am 25.4.19 Ukrainisch zur Staatssprache erklärt, in der Öffentlichkeit, in Filmen soll weitgehend Ukrainisch gesprochen werden. Können denn alle Ukrainisch? Russisch – als Lingua Franca – können wohl alle. Der neue Präsident Selenski spricht übrigens Russisch als Erstsprache und wechselt in seinen Reden oft ins Russische. Vgl. Nikita Taranko Acosta, Ukrainisch für Anfänger. In. Le Monde diplomatiquw, Mai 2019, S.17.
Was besagt Qualität der Lehre heute? Erscheint sie noch immer als Kompromiss zwischen prestigeträchtiger Forschung und berufspraktischer Relevanz? Dazu ein Diskussionbeitrag des Literaturwissenschaftlers M. Steinmayr in der FAZ Ein wirkliche Diskussion ist ein Desiderat.
Kleine Teams bringen bessere Ergebnisse als (zu) große.
Bilingualer Grundschulunterricht (Englisch wird bilingual imlizit gelehrt) führt zu besseren Leistungen im Englischen, im Deutschen und in der Mathematik. Das fand ein Team um Helmut Böttger in Eichstätt >  youtube. Am Versuch beteiligt: 21 Grundschulen mit über 900 Schülerinnen und Schülern sowie 42 Lehrkräften. > DLF
Lohnend: ein Blick in die aktualisierte Linse (Uni Duisburg-Essen)
Deutschland ist sicherer oder doch nicht? Kommentar von Thomas Fischer (SPON) zur Kriminalstatistik und 'handwerlichen Fehlern'

Wissenschaftler am ESO (European Southern Observatory) haben mit dem Event Horizon Telescope am 10. April die erste Aufnahme eines Schwarzen Lochs (s. o.) veröffentlicht, das keine Oberfläche und Ausdehnung hat und in dem die Materie in sich zusammengafennen ist: viel Materie auf engstem Raum. Das ist eine wissenschaftliche Sensation. Zur Bedeutung > heise

Scobel-Diskussion (Gabriel, Renner): Wissenschaft und Wahrheit

Hören Facebook, WhatsApp, Facebook Messenger und Instagram Handygespräche ab? Urteilen Sie selbst > NDR. Dass Amazon private Gespräche von Kunden über Alexa abhört, berichtet SPON.
Soziale Netzwerke und Sprachassistenten sind sehr riskant. Eine gute Idee, sie abzuschalten. Es gibt ja Alternativen.Und wer will sich die Hasskampagnen antun?

Luhmanns berühmter Zettelkasten – eine Datenbank eigener Art – wird digitalisiert, → Heise

Der Rechtsstaat hat ein großes Problem: etwa fünf Menschen wurden pro Tag in Ostdeutschland und Berlin 2018 von rechten Gewalttätern attackiert, eine Zahl viel höher als die offiziellen Statistiken. Zu dieser erschreckenden Zahl kommt Matthias Quent, Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena, laut > SPON

Rechtsbelehrung: Chemnitz vor Gericht (in Dresden): Lehrreiches > ZEIT online

Alternative zum datensammelnden Whatsapp: Das Messengerprogramm Threema hält europäische Datensicherheit ein und hat eine Überprüfung durch Sicherheitsforscher bestanden. > heise.

In Ankara und Istanbul hat die oppositionelle CHP die Kommunalwahlen gewonnen, allerdings gibt es einen Einspruch der AKP.

Armut betrifft heute stark Deutschlands Westen, Städte im Ruhrgebiet. Der Osten steht heute etwas besser da – so eine Bertelsmann-Studie. > SPON > FAZ (Interview)

Die taz berichtet über eine Studie, die die Sicht Wetsdeutscher auf Ostdeutsche gegenüber Migranten untersucht.

"In a questionnaire, Chomsky discussed an important idea in the theory of language to the audience. "Almost all of your use of language is internal," he said. "Virtually all of the use of language has nothing to do with communication. The idea that language has evolved as a system of communication, or designed for communication, makes no sense." (The State Press, 29.3.2019)

In der Talkshow von Anne Will gab es am 31.3. bemerkenswerte Statements zum Klimawandel und der Reaktion darauf. Kommentar in der SZ
Neu: Heute, 27.3.19, Internationaler Tag der Mehrsprachigkeit/International Day of Multilingualism. Das Datum war in den Stein von Rosette eingraviert ...

Schönes Interview zur Urheberrechtsreform der EU bei heise.de. Kommentar zur Sache von Sascha Lobo auf SPON.

Explaining grammatical coding asymmetries: Form-frequency correspondences and predictability: MARTIN HASPELMATH > lingbuzz "This paper claims that a wide variety of grammatical coding asymmetries can be explained as adaptations to the language users’ needs, in terms of frequency of use, predictability and coding efficiency" (Abstract)

Fast 50% der Teilnehm. an Integrationskursen scheitern, sie erreichen nicht das geforderte Niveau B1 gemäß Referenzrahmen (FAZ). Vgl. auch ZEIT. Folgende Gründe lassen sich nennen:
(a) Inhomogenität der Lerngruppen, unzureichende Vorerfahrungen, fehlende Alphabetisierung im Herkunftsland
(b) Nicht genug Unterrichtsstunden
(c) Unflexible Kursorganisation, starre Wiederholung bei erstmaligem Scheitern mit Bildung an dieselbe Sprachschule
(d) Öfter fehlende didaktische Qualifikation der Kursleitungen (noch kein entspr. DaZ-Zertifikat etc.)

Was ist Sprache? Neu erschienen: der Reader "Sprachwissenschaft" in vierter, erweiterter Auflage bei de Gruyter, Berlin/Boston. Hier sind Originaltexte von Klassikern neben einführenden Texten.  Also auch für die Prüfungsvorbereitung, wenn es um das Theorienfundament geht. Oder wenn eine historische Perspektive das Verstehen der Gegenwart erleichtern soll.
UNO: Temperaturanstieg in der Arktis bis 2050 um wenigstens 3 Grad. Interessiert das wen (außer Schülerinnen/Schüler)?
Wie weit geht der Hass: Rassistisch begründeter Terrorangriff auf zwei Moscheen in Neuseeland.
Linguistisch interessant: Wie werden Terrorangriffe sprachlich kommentiert, je nach rechtsextremistischer oder islamistischer Provenienz? (z. B. "unfassbar": Man konnte es nicht kommen sehen – wo doch der Hass sich viral ausgebreitet hat, pausenlos gehetzt wurde ...; Extremfall: Ein australischer Politiker hat islamistische Gewalt auch als Ursache für den Anschlag in Neuseeland benannt)

"Schluss mit dem Gender-Unfug", fordert kurz vor dem Weltfrauentag eine Resolution des vds, unterschrieben von einigen medial bekannten Menschen.
Auf der ganz anderen Seite steht der Anglist Anatol Stefanowitsch, der mit dem Anglizismus des Jahres zu assoziieren ist, auf Basis von Häufigkeiten (!) bestimmt von einer Jury. Gewählt wurde das (nicht sprechbare) * bzw. "Gendersternchen" (< engl. gender star). Es gibt dazu das entlehnte, ins deutsche System integrierte Verb gendern. SPON. Stefanowitsch propagiert solches Gendern in seinem "Sprachlog". Er hat sich in der ZEIT zum amtssprachlichen Gendern der Stadt Hannover geäußert.
Gegen den Genderstern schreibt Luise F. Pusch in der taz. Sie will das Genus Neutrum ausbauen (das Bürger).
Kritisch-differenzierte Positionen auf grammatischem Hintergrund finden sich bei Peter Eisenberg (zuletzt in der FAZ) und Gisela Zifonun (Sprachreport 4/2018, 44-56).
Eingriffe ins grammatische System sind nicht unproblematisch und werden schwer akzeptiert, weil sich die Grammatik naturwüchsig entwickelt. Zum Thema auch: Baumann/Meinunger (2017) Die Teufelin steckt im Detail. Zur Debatte um Gender und Sprache. Berlin: Kadmos sowie Tomas Kubelik (2015) Genug gegendert! Eine Kritik der feministischen Sprache. Jena: Projekte Verlag. Einen aktuellen Blog zur gemeinschaftlichen Produktion von Konsens durch FAZ, VDS und andere hat Henning Lobin (IDS) verfasst.

Menschlicher Einfluss bedroht kulturelle Vielfalt und Entwicklung von Schimpansen, so Wissenschaftler(innen) des Max-Planck-Instituts in Science

Kulturelle Vielfalt bei Schimpansen > SZ

Die Regierung diskutiert offenbar einen Deutsch-Nachweis für Geistliche > SPON Sollen sie dann auch deutsch predigen?

Diskutiert wird: Ist die Frage an Fremde "Woher kommst du?" übergriffig oder rassistisch? Unter welchen Bedingungen? Was braucht man für eine linguistisch begründete Antwort?

Differenziert äußert sich der Schriftsteller Zafer Şenocak in der taz zu Heimat etc.

Reflections on Language Documentation. 20 Years after Himmelmann 1998. Zum Download des 2018 ersch. Bandes
Vom Nutzen des Fremdsprachenlernens ... England > BBC
Der Europäische Gerichtshof entschied: Das Bio-Siegel kann nicht für halal-Fleisch vergeben werden, solang nicht sicher ist, dass die Tiere betäubt wurden.

Wieder an einer Hauswand: das Gomringer-Gedicht "Avenidas", das Studierende der Salomon Hochschule in Berlin sexistisch fanden und das dann entfernt wurde. Kunst ist frei, eine Zensur findet nicht statt. > SPON

21. Februar: Internationaler Tag der Muttersprachen zur Förderung sprachlicher Vielfalt. > Veranstaltung in Dortmund.

Aufregung um das Framing-Gutachten der Lakoff-Schülerin/Kognitionsforscherin Elisabeth Wehling für die ARD. Netzpolitik.org hat es veröffentlicht. Dazu auch das Buch von Wehling, Politisches Framing.  Ferner auf re:publica ein Vortrag von E. Wehling. Das Konzept ist recht einfach gestrickt. Frame bzw. Rahmen/Rahmenbruch sind ursprünglich Konzepte des Ethnomethodogen und Phänomenologen Erving Goffman (Buch: "Rahmenanalyse"), das dann von Lakoff aus der Soziologie in die kognitive Linguistik gebracht und auf den politischen Diskurs angewandt wurde. Zum Vergleich müsste man Scripts, Muster, Praxeogramme etc. heranziehen.

Vgl. auch den Beitrag von Henning Lobin (IDS) in der SZ "Warum wir eine Ethik der Metapher brauchen" und seinen Blog in der Engelbart-Galaxis

Im Internet findet man jetzt einen älteren Text von Daniel Everett zur Grammatik des Pirahâ. Man sollte aber immer auch die neueren heranziehen, weil mit Modifikationen nach weiterer Feldforschung zu rechnen ist.

Meinung gegen Wissenschaft, das ist im öffentlichen Diskurs leider nicht mehr selten, nun haben wir das Problem auch in der Diskussion um Grenzwerte, die geltendes Recht in der EU sind. (Meinung von 100 Ärzten gegen Ergebnisse der Wissenschaft). Dass eine Vielzahl internationaler Studien, vor allem von Epidemiologen, durch ein Meinungspapier einer kleinen Minderheit von Lungenärzten, die nie einschlägig geforscht haben, ausgehebelt werden soll, mithilfe der einschlägigen Sensationsmedien und der notorischen Fernsehtalkshows, erscheint als Skandal, wie wir ihn aus der jahrzehntelangen Diskussion um die Schädlichkeit des Rauchens kennen, in der es eine schlag- und zahlungskräftige Lobby gab, zu der leider auch einige Wissenschaftler gehörten. Nun hat die taz mal einige der wenigen Beispiel-Rechnungen von Dr. Köhler nachvollzogen und siehe da: fehlerhaft. Und nun? Konsequenzen? Einsortierung in die wissenschaftsfeindliche fake-news-Debatte?

Martin Haspelmath macht in "How formal linguistics appeared and disappeared from the scene" zu Recht darauf aufmerksam, dass "formale Linguistik" oft nur euphemistisch Chomsky-Linguistik meint, die aber schon lange nicht mehr formal ist, d.h. über solide Formalismen verfügt, wie etwa die Montague-Semantik, die tatsächlich als formale Linguistik gelten kann.

Haspelmath verweist auch auf einen Nature-Artikel von M. Muthukrishna und J. Henrich zur Methodologie der Psychologie, in dem es heißt "We argue that the replication crisis is rooted in more than methodological malpractice and statistical shenanigans. It's also a result of a lack of a cumulative theoretical framework."

Zu den terminologische Verschiebungen könnte man auch rechnen, dass sich Konversationsanalytiker nun der Pragmatik (wie Austin, die Fubktionale Pragmatik) zuordnen. Wenn sie eine Handlungstheorie der Sprache verträten, wäre das in Ordnung. So aber?

Integrationsrat NRW fordert eine Migrationssprache statt Englisch (das oft wenig effektiv und qualifiziert unterrichtet wird) in der Grundschule. Recht hat er > SPON. Natürlich braucht es Fortsetzungsangebote in den weiterführenden Schulen – als reguläres Schulfach. Alles andere ist Diskriminierung.
Natürlich schlägt das Imperium zurück, hier die huffington post. Und die Ministerin Gebauer (FDP) lehnt schon mal ab, dabei geht es nur um einen andere Sprachenfolge und niemand sagt, man solle nicht Englisch lernen.

Die Wortfolge in einer Sprache sagt das Arbeitsgedächtnis voraus – so eine neue Leipziger Studie von Psychologen > Nature

Lirim Selmani über die "Sakralisierung der Schrift" im Koran. > YouTube
Klimawandel: Die letzten vier Jahre waren nach UN-Angaben die heißesten seit Beginn weltweiter Wetteraufzeichnungen. Und was tun wir?
Neu: Etwa 80 lizenzpflichtige mono- und multilinguale Textkorpora von der European Language Resource Association (ELRA) werden für den Download angeboten.

ENNO PARK kommentiert die für die Wissenschaft oft ärgerliche falsche oder irreführende Berichterstattung zu Themen der Wissenschaft am Beispiel eines Implantats, mit dem die ankommenden Frequenzen des Hörzentrums erfass und Wörter rekonstruiert werden können. Berichte insinuieren, man können nun Gedanken lesen ... Nach meiner Erfahrung sollten Wissenschaftler*innen derartige Texte selnbst schreiben oder vorformulieren.

Wer macht eine Umfrage mit welchen Fragen? Wichtig zu wissen. Aber auch: Das INSA Institut spendet an die AfD. Die Umfragen stehen wöchentlich in BILD.
Der Bielefelder Konfliktforscher Andreas Zick hat in einer aktuellen (Mercator-) Studie für 2018 herausgearbeitet, dass die Integrationsbereitschaft in Deutschland (wieder) wächst. 37% (2016: 28%) stimmen der Aussage zu: "Eine stärkere Willkommenskultur für die Migranten in Deutschland würde mich freuen." 31% tun das nicht. SZ berichtet. Je älter die Befragten sind, desto mehr möchten Sie, dass die einheimische Bevölkerung bevorzugt wird. "Bemerkenswert ist, dass über die Hälfte der Personen ohne Migrationshintergrund der Meinung ist, dass die unterschiedlichen Sprachen auch im öffentlichen Raum und in Institutionen berücksichtigt werden sollten."

NYT-Magazine: Gideon Lewis-Kraus: "Is Ancient DNA Research Revealing New Truths — or Falling Into Old Traps?"

Martin Haspelmath: "What is an affix? A fresh attempt"

Gendern: Zur Diskussion um Sternchen-, Schrägstrich- und andere Formen aus Sicht einer Grammatikerin: Gisela Zifonun: Die demokratische Pflicht und das Sprachsystem: Erneute Diskussion um einen geschlechtergerechten Sprachgebrauch. In: Sprachreport 4/2018, 44-56

ERKLÄRUNG von 130 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern: "Zur Zukunft des Lesens" SZ
Verfassungsschutz-Gutachten zur AfD: SPON,   SZ: "Die viel brisantere Gefahr sehen die Verfassungsschützer im Rassismus der AfD, basierend auf einem entweder "biologisch-rassistischen oder ethnisch-kulturellen Volksbegriff (...) "Die Grenze ist aber da überschritten", formulieren die Verfassungsschützer, "wo eine bestimmte Bevölkerungsgruppe, wie zum Beispiel Muslime oder 'außereuropäischen Migranten', als ihrer Natur nach kriminell, aggressiv, triebgesteuert und gefährlich dargestellt wird." Grenzen seien auch verletzt, wenn den Angehörigen einer solchen Bevölkerungsgruppe das Recht auf freie Selbstentfaltung, Religionsausübung oder Mitwirkung am politischen Entscheidungsprozess vollkommen abgesprochen werde, "indem ihre vollständige Anpassung in Verhalten und Denken an den Durchschnittsdeutschen verlangt wird". Rassissmus sieht der Bericht auch in Äußerungen des rechten Flügels wie: "Jeder unserer Gedanken, jedes unserer Worte, unsere gesamte Weltsicht ist deutsch. Wie sollen wir da definieren, also eingrenzen, was deutsch ist? Es gibt ein deutsches Verständnis von Familie, eine deutsche Art sich zu kleiden. Es gibt eine deutsche Art zu arbeiten, eine deutsche Art zu kochen, ein deutsche Art zu bauen, eine deutsche Art zu musizieren, und diese Art unterscheidet sich von allen anderen Völkern." FAZ
"Anti-Abschiebe-Industrie" (A. Dobrindt, CSU) ist das Unwort des Jahres. Der Ausdruck diffamiert die Berufung auf Grundgesetz und Rechtsstaatlichkeit, war daher auch ein willommenes Stichwort für Parteien rechts von der CSU. Dass Anbiederung kontraproduktiv ist, hat die Bayernwahl gezeigt. Gewählt wurde aus 900 Einsendungen von einer Jury aus vier Sprachwissenschaftlern, einem Journalisten und dem Kabarettisten. Interview mit Sprecherin Prof. Nina Janich in der SZ.
Pflanzenintelligenz? Die Geräusche von Bienen und Faltern lassen bestimmte Blumen süßeren Nektar produzieren. Dass Geräusche auch die Ausrichtung bestimmen können, ist schon länger bekannt.

Bedrohte Anwältin Seda Başay-Yıldız: "Die Täter wollen mich einschüchtern, aber ich werde nicht aufgeben". Interview in der SZ. Das rechte Netzwerk mit Polizeizugang scheint größer als gedacht ... Der Rat der Polizei, sich zu bewaffnen, ist in einem Rechtsstaat absurd.

Wikipedia schreibt: "Da ihre Eltern türkeistämmig sind, wurde ihr von Medien häufig das Label „türkisch“ „türkischstämmig“ oder „deutschtürkisch“ gegeben, was sie scharf kritisiert; so sagte sie diesbezüglich: „Ich frage mich auch heute noch, was man eigentlich alles tun muss, um ein Teil dieser Gesellschaft zu sein.“

"Good grammar keeps drug dealers out of jail", NY Times
Die aktuelle ZEIT (leider hinter der Bezahlschranke im Netz) hat eine (natürlich journalistische) Reportage zu Sure 4, 34 (Gewalt gegen Frauen), da kommen Bobzin, Nagel, Neuwirth u.a. zu Worte. In der Ausgabe lohnen sich auch die Artikel zu Leonardo.

Scientific American/ Stephen L. Macknik: "Your Brain Sees Ambiguous Language as a Type of Illusion"

Mit Trommeln lässt sich der Rhythmus einer Sprache imitieren, so machen es die Bora (Amazonas) für eine (weniger differenzierte) Informationsübermittlung, fanden Frank Seifart und Sven Grawunder heraus.

Armut: Zur Lage deutscher Universitäten im internationalen Vergleich: Christoph Clauser, der an der RWTH Aachen lehrt, die nicht zu den armen in Deutschland gehört, in der SZ
Heute, am 7.12.2018, feiert der bedeutende Linguist Noam Chomsky seinen 90. Geburtstag. Chomsky arbeitet nicht mehr am MIT, er ist seit einem Jahr in Tucson, Arizona, Laureate Professor und politisch weiter aktiv. In der taz würdigt ihn Emran Feroz, ebenso im DLF. Der Stern ist euphorisch, gleichfalls DW.

Die Neurolinguistin Evelina Fedorenko hat folgende zentrale Thesen:
„First, I will show that the language network is selective for language processing over a wide range of non-linguistic processes that have been argued to share computational de-mands with language, including arithmetic, executive functions, music, and action/gesture observation. Next, I will consider the distinction between the lexicon (word meanings) and syntax ... I will challenge this view. In particular, I will show that syntactic processing is not localized to a particular region within the language network, and that every brain region that responds to syntactic processing is at least as sensitive to word meanings, including when probed with a high-spatial/high-temporal-resolution method (ECoG). Further, many regions show stronger responses to word meanings than to syntactic manipulations, with no regions showing the opposite preference. Finally, I will provide evidence that stimuli that are not syntactically well-formed but allow for meaning composition (operationalized within an information-theoretic framework) elicit as strong a response as intact sentences, suggesting that semantic composition may be the core driver of the response in the language-selective brain regions. Taken together, these results argue against an abstract and domain-general syntactic processing mechanism, and support strong integration between the lexicon and syntax. They further suggest that the language network is more concerned with meaning than structure, in line with the primary function of language – to share meanings across minds.“ Vortragsankündigung: bcs MIT

> Zur Homepage von Ev Fedorenko's Language Lab

Schwerste Fragen, z. B. die Zeit. Der Physiker Carlo Rovelli im Gespräch imt Stefan Klein. Wo? In der ZEIT

Oder: das Ich, wann entsthet es, wo 'sitzt' es? Lebenslang befasst sich Olaf Lagercrantz („Die Geburt des Bewusstseins“, erschei. 2019) mit dieser Frage. FAZ

Welche Partei wählen Migranten? Interview von SPON mit Naika Foroutan

Studie der Uni Leipzig: Autoritäre Einstellungen nehmen zu in Deutschland > ZEIT Online

Deutschland nimmt nur Platz 23 von 41 ein. Wo? In der Bildungsgerechtigkeit (UNICEF), SPON. Bildung in Deutschland weiterhin mangelhaft: Analyse des Bildungsforschers Klaus Klemm im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).  SPON

Aleida und Jan Assmann haben den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten. Bekannt wurden sie u. a. durch Forschungen zur Ägyptologie, zum mosaischen Prinzip und zum kulturellen Gedächtnis. > Hessenschau, > Micha Brumlik in der taz

Fortschritte beim maschinellen Übersetzen? Skeptisch darf, muss man sein. Technology Review.

Neue Bonner Studie zu Leselernmethoden und ihren Auswirkungen auf die Rechtschreibung in der Grundschule: Die Fibelmethode liegt vorn, die "Rechtschreibwerkstatt" (Sommer-Stumpenhorst) ganz hinten. Allerdings hat man wohl die jeweilige Sprachkompetenz der Schüler(innen) nicht untersucht.  > SPON: Interview mit der Studienleiterin Una Röhr-Sendlmeier > FAZ. Dass die Methode "Lesen durch Schreiben" zu großen Problemen führt, zumal die Schrift auf die Hochsprache zugeschnitten ist, ist der Wissenschaft schon seit etwa 20 Jahren bekannt, aber viele Schulen haben das zugunsten falsch verstandener reformpädagogischer Ideen ignoriert. Das orthographische System hat seine eigene Systematik. Ihr werden silbenorientierte Mehoden eher gerecht.

Das Leben der Pflanzen: "Pflanzen reagieren auf Fraßschäden oder andere Verletzungen durch ein schnell weitergeleitetes Alarmsignal. Dadurch kommt es innerhalb weniger Minuten auch in weit entfernten Pflanzenteilen zu Abwehrreaktionen." Weiter auf > Wissenschaft aktuell
Das Integrationsbarometer des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration ist eine repräsentative Bevölkerungsumfrage unter Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Deutschland. Es misst das Integrationsklima in der Einwanderungsgesellschaft, es kommt in diesem Jahr zum Ergebnis: "Das Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft wird überwiegend positiv wahrgenommen." Die große Mehrheit in Deutschland beteiligt sich nicht an rechter Hetze, nimmt wie bei der letzten Erhebung  Migration positiv wahr. "In allen Herkunftsgruppen geht die Mehrheit davon aus, dass Flüchtlinge Deutschland kulturell wie wirtschaftlich bereichern." Weiter zeigt sich wieder: Wo wenige Migranten leben, sind die Ängste größer, etwa im Osten. Vorabbericht > SPON.

Kommentar des Strafrechtlers und StGB-Kommentators Thomas Fischer zu Hetzjagden und anderem auf SPON.

Die aktuelle ZEIT (13.9.) hat Bilder und dazu die Geschichten von 69 nach Afghanistan Abgeschobenen, die Innenminister Seehofer an seinem 69. Geburtstag erwähnt hat.


Fast 200 Menschen starben seit 1990 durch rechte Gewalt (Amadeu-Antonio-Stiftung). Allein 2017 gab es 250 Angriffe auf Asylbewerber-Wohnheime.
Die Islamwissenschaftlerin Johanna Pink hat in der ZEIT Sarrazins Buch über den Islam besprochen. In der SZ findet sich eine gleichermaßen kritische Besprechung eines Werks, das nach "primitiver Koran-Exegese" den "Eugenischen Weltbürgerkrieg" ausrufe. Sarrazin bezieht sich wieder mal schräg auf die Genetik, am Ende will er „die Einwanderung von Muslimen grundsätzlich unterbinden" – das ist natürlich gegen das Grundgesetz Art. 3. Noch ein Beispiel: Die islamische Welt kenne bis ins 20. Jahrhundert weder Literatur noch planvollen Städtebau, behauptet Sarrazin: "Eine eigenständige islamische Baukultur hat sich nie entwickelt." Könnte man für solchen Unsinn ein lebenslanges Zutrittsverbot der Alhambra verhängen, es wäre mehr als verdient." Die FAZ titelt "Haarsträubendes zum Islam". Der "Freitag": "Haarsträubendes zum Islam" und "Salafismus pur" (Eren Güvercin). > Zum Islam/Koran

In der taz schreibt Simone Schmollack einen treffenden Text "Verloren im Paragrafendschungel", der nicht nur für die angeführte Eritreerin gilt, sondern generell für Geflüchtete und alle, in der Sozialbürokratie stecken. Der Formularaufwand ist ungeheuer, vieles ist überflüssig, Daten werden nicht getauscht – ohne Hilfe ist der Papierkram nicht zu verschaffen. Vgl. meine Vortragsfolien. Und: Hoffmann/Quasthoff, Schreiben zwischen Sprachen und Kulturen. Kommunikation mit und über Behörden. In: Deppermann, A. (Hg.)(2013) Das Deutsch der Migranten. Berlin: de Gruyter, 269-310

Wie Fifa-Regeln sportliche Integration (und nicht nur die) von Flüchtlingskindern bürokratisch erschweren: SPIEGEL ONLINE

SPON: Bundesrichter a.D. Thomas Fischer analysiert das rechtsstaatliche Desaster um Sami A. Lesenswert! Was wären wir ohne Rechtsstaat, daran denken viele nicht, sogar Minister.
Die SZ berichtet am 20.8.18: "Die Befürchtung, viele Flüchtlinge könnten zu Unrecht Schutz in Deutschland erhalten haben, lässt sich durch aktuelle Prüfzahlen nicht bestätigen. Demnach endeten im ersten Halbjahr 2018 von mehr als 43 000 abgeschlossenen Prüfverfahren nur 307 damit, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) den Geflüchteten den bereits gewährten Schutzstatus wieder entzog. Nur in 0,7 Prozent der untersuchten Fälle widerrief das Amt also den Schutzbescheid. 99,3 Prozent der überprüften Flüchtlinge behielten das Recht, bleiben zu dürfen. Das geht aus der Bilanz hervor, mit der das Bundesinnenministerium eine Anfrage der linken Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke beantwortete." Das ist nun nicht jene Sensation, über die deutsche Boulevardzeitungen und andere Medien groß berichten würden ...
"Rassismusbegriff ohne Rassen": ein diskussionswürdiger, auch anregender Essay von Daniele Dell'Agli auf Perlentaucher.
In der taz schreibt Diya Kohl über sprachenpolitische Aspekte des Urdu, am Beispiel des Schriftstellers Rahman Abbas.
Bochum: Urteil gegen Racial Profiling > SPON; Oberverwaltungsricht Münster: Personenkontrolle aufgrund der Hautfarbe ist rechtswidrig > WN

MeTWO# Beiträge zum alltäglichen Rassismus auf Twitter: erzählte Wahrheit. Beispiele: I. Levit:"Mehr Goldberg Variationen gespielt. Großen Erfolg gehabt. Nach dem Konzert ein Ehepaar beim Signieren: „Das war so schön, und das obwohl sie ihrer geistigen und sonstigen Herkunft nach ja eigentlich keinen direkten Zugang zu Bach und seiner Musik haben können.“" #metwo / H. Kazim: "Mehr Aus Versehen schwarzgefahren. Kontrolleur kommt, erwischt mich. Mitfahrer mischt sich ein: „In Deutschland braucht man Fahrkarte!"“ #MeTwo / @Schwarzbaerin: " Fasst man alle Kommentare, die meine Familie und ich hören, zusammen, entsteht folgendes Bild asiatischer Menschen: Mathefreaks, die ein Asiarestaurant führen, wo sie Katzen und Hunde kochen. Die Kinder spielen Geige und Klavier. Den Buchstaben R kann keiner aussprechen." #MeTwo

1.8.: Zu MeTWO# etc. ein guter Kommentar von Ilija Trojanow in der taz

Israel formuliert ein neues Grundgesetz: "Die Realisierung des Rechts auf nationale Selbstbestimmung in Israel ist allein dem jüdischen Volk vorbehalten" > ZEIT Laut Premierminister Netanjahu soll damit das Existenzrecht Israels gesichert werden. Arabisch ist nicht länger zweite Amtssprache, hat aber einen besonderen Status. Was heißt das in der Prxis der Institutionen? Außerdem: "Der Staat sieht die Entwicklung jüdischer Siedlungen (...) als nationalen Wert an und wird deren Entstehung fördern und unterstützen" > ZEIT Gibt es, wie ursprünglich vorgesehen, also Wohneinheiten, die Juden vorbehalten sind? Die arabische Minderheit macht in Israel etwa 20% aus. Was bedeutet das Gesetz für die Zukunft des Friedensprozesses?
Langzeitstudie „Antisemitismus im www“ (DFG) von Monika Schwarz-Friesel: bedrückende Ergebnisse. Der Anitisemitismus in Deutschland ist alt und mit der Befreiung 1945 war er keineswegs beendet, wie Studien immer wieder gezeigt haben. Der Hinweis auf Zugezogene, bei denen es mitunter auch Antisemitismus gibt, soll eher ablenken vom Grundproblem. Immerhin geschieht politisch etwas, anders im Bereich der Islamfeindschaft, die politisch von Populisten genutzt wird.
Kluger Artikel zur Berufungs-Auswahl von Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftlern in der FAZ (J. HACKER , W. KRULL , M. LOHSKE , P. STROHSCHNEIDER)
Neu in Köln: das Virtuelle Migrationsmuseum

Die Mordopfer des NSU: Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Michèle Kiesewetter, Habil Kiliç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodorus Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat.
Lebenslänglich für Beate Zschäpe, die Urteile im NSU-Prozess >SPON. >SZ. Die Ermittlungen gegen NSU und vor allem Umfeld und ggf. Behören müssen weitergehen.

Referendariat: schwierige Kiste > Ze.tt
Die Schriftstellerin Terézia Mora wird den Georg-Büchner-Preis 2018 erhalten. Zum Einstieg mag man den Roman "Alle Tage" lesen.
Die Netzzeitung iRIGHTS bietet aktuelle Diskussionen zum Urheberrecht.
Familienpolitik in den USA: Trump und die mexikanischen Migranten. SPON
RASSISMUS Die Erfindung von Menschenrassen Ausstellung Dresden, Hygienemuseum. 19. Mai 2018 - 06. Jan 2019
ENGLISCH IN DER WISSENSCHAFT: Eine erzwungene Einsprachigkeit wäre autokratisch, so Winfried Thielmann FAZ.net

Poggenburgs Beleidigung der Deutsch-Türken sei "vom Grundrecht der Meinungsfreiheit nach Artikel 5 Grundgesetz gedeckt", befindet die Dresner Staatsanwaltschaft. Man lese nach: § 130 StGB: "(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, 1. ... oder 2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft." Zu Äußerungsdelikten lesenwert Thomas Fischer auf SPON. Laut Rechtsprechung müssen immer auch alternative, milder einzustufende Deutungen gesucht werden. Anders behandelt wurden vergleichbare Äußerungen des früheren Leiters der Dortmunder Feuerwehr Schäfer, der nun verurteilt wurde.

Hass im Netz: Hannes Ley kämpft dagegen auf Facebook (SZ), ebenso H. Kazim (2018) Post von Karlheinz. München: Penguin, der ein Interview in der SZ dazu gegeben hat.
In vielen Sprachen sorgen erscheinende Nomen für eine Verzögerung oder gefüllte Pausen, verglichen mit Verben, fanden Frank Seifart u.a. heraus. Englisch verhält sich anders. Das mag alles sein, aber die Erklärung, ein Nomen repräsentiere neue Information, ist unhaltbar. Ohne eine seriöse Theorie sprachlicher Planung und die funktionale Sicht auf das Symbolfeld kommt man nicht weiter.

* Heute, am 5. Mai 2018, feiern wir den 200. Geburtstag von Karl Marx (* 5. Mai 1818 in Trier; † 14. März 1883 in London). Er war einer der größten Philosophen, Ökonomen (eigentlich hat er die Ökonomie und die Analyse des Kapitalismus begründet) und Gesellschaftswissenschaftler. Begriffe wie 'Kapital', 'Mehrwert', 'Entfremdung' sind heute Allgemeingut, auch wenn sie oft nicht präzise verwendet werden; jeder kennt "Proletarier aller Länder, vereinigt euch" ("Kommun. Manifest"), das keine Grenzen zwischen den Menschen kennt. Marx hat ein komplexes Begriffsinventar geschaffen, um zu erfassen, was ist (Materialismus) und dies theoretisch zu erklären. Marx hat immer kritisch gedacht und zu kritischem Denken, ständigem Zweifel aufgefordert – wie es ein Wissenschaftler tut. Er war kein Dogmatiker. In Trier gibt es eine Marx-Ausstellung, viel neue Literatur ist erschienen.

Gespräch Philip Banse - Carl Hegemann

False Friends: "Thank you and your delicious wife for your warm welcome, the perfect organisation of this trip" (Frankreichs Präsident Macron zum australischen Premierminister)

Stephen Hawkings letzte, posthum veröffentlichte Urknalltheorie (das MS – mit Thomas Hertog – wurde  gerade im "Journal of High Energy Physics" publiziert) besagt, dass das Universum nicht unendlich ist und einfacher, als viele Theorien annehmen. SPON

Der afghanische Fotograf Shah Marai wurde (neben fünf weiteren Reportern) am 30.4. bei einem IS-Anschlag in Kabul getötet.
Die ZEIT zeigt Bilder von ihm aus Afghanistan.
Interessantes Gespräch in der ZEIT (man muss sich registrieren) mit A. Friederici, Leipzig, über ihre aktuelle neuropsychologische Forschung und Chomskys Angeborenheitsthese: 'Angeborene Syntax' (Modul auf genetischer Basis) sieht sie im Faserbündel zwischen Broca- und Wernicke-Zentrum, die ZEIT spricht (journalistisch) gar von einem "Organ für die Grammatik". Das Ergebnis für die neuronale Basis von MERGE ist allerdings auch mit anderen, auch mit funktionalen Syntaxtheorien kompatibel.
An der FH Dortmund gibt es jetzt den Studiengang "Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Armut und (Flüchtlings-)Migration". SPON berichtet.
"Die Vertreibung der Zauberer aus der Universität" schreibt B. Pörksen anlässlich einer Besprechung des Buches von Eilenberger, "Zeit der Zauberer", auf DLF Kultur.
Sehr gute Diskussion bei Scobel/3 Sat: Die Macht der Lobbyisten. Es geht auch um Forschung und ihre Beeinflussung. Dazu auch das Buch "Gekaufte Forschung" von Christian Kreiß.

"Angesichts von muslimfeindlichen Übergriffen in Deutschland ruft der Münchner Kardinal Reinhard Marx Christen zu Widerstand auf. "Wo Hass und Gewalt gepredigt werden, da müssen wir als Christen Nein sagen", sagte Marx während seiner Karfreitagspredigt zum "Kreuzweg der Völker" in der Münchner Innenstadt." SPON

"In der christlichen Religion wird nicht die erhabene Stärke eines allmächtigen Gottes verehrt, sondern ein verlassen am Kreuz hängender Sterbender. Dieses Kreuz ist auch eine Absage an breitbeinige Behauptungen eigener Christlichkeit. Denn wer sich auf das Christentum beruft, kann sich nicht gleichzeitig vom Leid der Welt abgrenzen." FAZ

"Fünf Vorschläge für eine vernünftige Islamdebatte" macht Yassin Musharbash in einem Blog der ZEIT

OECD: Daten der Bildungsforschung zu Schülern mit "Migrationshintergrund" - die Ergebnisse sind interessant. SPONLuxemburg setzt künftig aus, weil die Testung nicht in einer Erstsprache Luxemburgs stattfindet. taz

Zur FACEBOOK-Diskussion/Zuckerberg → c't, WIRED. Die taz beschreibt, wie man "#DeleteFacebook" umsetzt, falls man noch immer drin ist. Auf eine wirkliche Regulierung kann man lange warten, auch darauf, dass Zuckerberg das Geschäftsmodell ändert: Es beruht nun mal auf dem Verkauf der Daten seiner Kunden, die diese Daten nicht zu dem Zweck hergegeben haben. Nun hat eine Firma Gebrauch davon gemacht. Vielleicht lässt das manche Menschen nachdenken. Andere soziale Netzwerke wie Instagram & Co. sind nicht besser. Dazu auch Diskussion bei Twitter. Kommentar von John Harris zu Cambridge Analytica im Guardian. ZEIT-Interview mit Hugh Dubberly,
Wie universell ist Zeigen? Womit wird gezeigt? Gibt es Kulturen, in denen bevorzugt mit dem Gesicht gezeigt wird? "Facial pointing in one form or another is totally commonplace in indigenous communities all over the world", schreibt Kensy Cooperrider. Das wäre eine Modifikation im Bereich der Form, nicht der Funktion.

Die FAZ berichtet: Hetze, Drohbriefe, tätliche Übergriffe: 2017 gab es in Deutschland mindestens 950 Angriffe auf Muslime und muslimische Einrichtungen. Tatsächlich dürfte die Zahl noch höher sein, schätzt der Zentralrat der Muslime. Quelle: das Bundesinnenministerium auf eine Anfrage der Linken.

Die taz: 2017 gab es 183 Straftaten aus asylfeindlichen Gründen gegen Politiker, darunter 4 Gewaltdelikte. 1906 Straftaten richteten sich gegen Geflüchtete, 313 waren Attacken auf Unterkünfte. Bürgermeister Hollstein aus Altena erhilt auch nach dem Angriff zahlreiche Hasszuschriften, er erlitt einen Hörsturz, macht aber weiter.

Welchen Anteil hat daran eigentlich populistische Hetze?

Deutsche Sprache/Wortbildung: Rhabarber...+X ...

Neue Dortmunder linguistische Dissertationen:
Kirsten Bröcher-Drabent, Aussprache und Wahrnehmung. Eine empirische Studie zur Rezeption von L2-Varietäten des Deutschen, Tübingen: Stauffenburg 2018
Kristine Lang, Possession – Empirisch-funktionale Untersuchungen zu den possessiven Konstruktionen attributiver Nominalphrasen im Genitiv und Präpositionalphrase mit von. München: Iudicium 2018

Das Darknet der Briefkultur beleuchtet das schön gestaltete Buch: E. Strouhal/Chr. Winder (2017) Eine Geschichte des Drohens und Erpressens. Wien: Brandstätter
Für logische Semantiker: http://lambdacalculator.com
Kleine Sprache – komplexe Grammatik + geringerer Wortschatz ; verbreitete Sprachen – einfache Grammatik + großer Wortschatz? SPON berichtet über Forschungen. Aber die stehen erst am Anfang!
Software imitiert jede Stimme (Sprachsynthese) SPON

Was soll man dazu noch sagen: Der Kampf gegen den Islam (auch in der Türkei) in der Rede von B. Höcke in Eisleben. Bento

"Hypothese: Ein veränderter Gehalt an Neurotransmittern in der Hirnregion des Striatums stärkte kooperatives Verhalten und soziale Bindungen und leitete die Entwicklung zum Menschen ein" Wissenschaft aktuell
Der NSU-Film "Aus dem Nichts" ("In the Fade") von Regisseur Fatih Akin erhielt den "Golden Globe" und auch den "Critics' Choice Award" > SPON. Wer ihn nicht gesehen hat, sollte das nachholen.
Studie "Zur Entwicklung der Gewalt in Deutschland Schwerpunkte: Jugendliche und Flüchtlinge als Täter und Opfer". Hier muss man genau lesen, was die Presse gerade bei diesem Thema nicht immer macht.
Ebenso beunruhigend wie die Einschränkungen der Religionsfreiheit und die Verfolgung der Apostasie in vielen Ländern ist, dass in Ägypten "Atheismus" bestraft werden soll, wie SPON berichtet. Woran erkennt z. B. ein Polizist den atheistischen Glauben?

Die rassistischen Tweets von Politikern in den letzten Tagen mögen auch darauf zielen, durch Zitieren etc, verbreitet zu werden. Das tun wir hier nicht.

"Muslime werden mit europäischem Antisemitismus aufgeladen" und "90 Prozent der antisemitischen Delikte werden in Deutschland von Rechtsextremen verübt." Die Historikerin Juliane Wetzel in einem Stern-Interview über alten und neuen Antisemitismus. Interview in der SZ mit Benjamin Steinitz von der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus.
Und dann ... FDP-Generalsekretärin nennt VW-Chef Müller "Diesel-Judas" VW dazu: FAZ
("Judas" bedient ein altes antisemitisches Klischee.)

Und ein Beispiel des alltäglichen Rassismus, diesmal aus den USA.

BKA: Linguisten untersuchen Erpresserbriefe, betreiben Autorenerkennung. > FAZ Allerdings: Der Verlässlichkeitsgrad der Autorenidentifizierung darf nicht überschätzt werden.

"Populistische Vereinfachungen und autokratische Durchgriffsideologien verheißen, den Zumutungen der modernen Welt schadlos entkommen zu können. Deswegen machen sie den sachlichen Diskurs ebenso verächtlich wie die methodische Wahrheitssuche und die Begründungsbedürftigkeit von Geltungsansprüchen." (Der Präsident der DFG, Peter Strohschneider, in einer Rede, die vom Seminar für Rhetorik der Universität Tübien zur Rede des Jahres erklärt wurde) SPON

Verbotene Wörter wie Fötus, Diversität: Trumps Wortpolizei

Das Erzählen von Geschichten als Ursprung menschlicher Kooperation? Nature.com Das müsste noch bewiesen werden. Immerhin ist Erzählen ja ein komplexes Diskursmuster, in dem Einiges vorausgesetzt ist.

Fast jeder fünfte Viertklässler kann laut IGLU-Studie (deutsche Leitung: Prof. Bos, TU Dortmund) nicht lesen, kaum ein Fünftel (18,9 Prozent) schaffte nicht mal die mittlere Kompetenzstufe II. > BMBF.
Andere Länder haben aufgeholt. In Deutschland wird gern auf Familien mit Elternteilen verwiesen, die im Ausland geboren sind. Die Frage aber ist, wie gefördert wird und wie sich veraltete Methoden, z.B. Lesen durch Schreiben, auswirken, die noch immer praktiziert werden, obwohl seit etwa 20 Jahren benannt ist, dass sie in die Irre führen, insfern sie der Systematik der deutschen Orthographie nicht gerecht werden und die meisten Linguisten und Sprachdidaktiker sie daher ablehnen.
Die Schulen haben sich angewöhnt, die "Praxis" entscheiden zu lassen und "die Wissenschaft" abzulehnen.

Merkmalesisch/repräsentationale Sprache des Geistes und Modularität: Zum Tode von Jerry Fodor: Philipp Hübl in der FAZ; NYT;   IEP

Die taz stellt die Verhandlungen zwischen Hochschulen und Wissenschaftsverlagen, am Beispiel Elsevier, dar. taz
Es geht um die Preisgestaltung, um freien Zugang (Open Access), insofern der Staat ja in der Regel schon die Forschung finanziert hat und über die Bibliotheken schon wieder zahlen muss, was inzwischen an Budgetgrenzen stößt.

Allgemein informiert die Projektseite DEAL.

Unesco: 264 Millionen Kinder und Jugendliche sind 2015 nicht zur Schule gegangen. Mädchen haben in der Zentralafrikanischen Republik, Niger, Tschad und Afghanistan wenig Chancen auf Schulbildung. taz

Wissenschaftsrat und wissenschaftliche Gutachten: Problem der Belastung taz

Der Philosoph Markus Gabriel wird in der SZ zitiert: "Peer-Review in der Philosophie ist die Vortäuschung von Qualitätskontrolle", so Gabriel. "Kein einziger großer Philosoph wäre je mit einem seiner relevanten Texte in ein solches Journal gekommen. Immanuel Kant hätte unter heutigen Bedingungen nicht publizieren können. Seine ,Kritik der reinen Vernunft' wäre nie bei Oxford University Press erschienen, ,Was ist Aufklärung?' vielleicht noch in der Süddeutschen." SZ

Orhan Pamuk im Interview mit dem DLF

Vortrag: Deutsch als Zweitsprache. Frankfurt, 14.10.2017: Buchmesse, Halle 4.2, F28
> Ankündigung

Spanien liefert den Kölner Schriftsteller Doǧan Akhanli nicht an die Türkei aus.

"Optische Kommunikation im Gehirn?" Technology Review. Kann man Koma-Patienten neuronal wecken? SZ

Neu geschaffen: Die Schriftsprache Aravrit von Liron Lavi Turkenich besteht aus Arabisch (oberer Teil eines Zeichens) und Hebräisch (unterer Teil). Sie basiert auf Prinzipien der Wahrnehmung von Schriften.

Neues Übersetzungsprogramm im Netz: DeepL. Interessant. Dazu auch heise.de

Fundsache: [Lothar Lemnitzer hat retweetet Kathrin Weßling ‏Verifizierter Account @ohhellokathrina 30. Juli]

"Jedes Mal, wenn ich denke, mein Leben sei viel zu kompliziert, beschäftige ich mich einfach mit der deutschen Grammatik. Dann geht's wieder." 

Leichte Sprache im Wahlkampf taz
"Der Erste, der nichts zu verbergen hatte" Heise

Ähnlichkeiten/Unterschiede zwischen Tieren und Menschen – diskutiert Telepolis
S. Lewis (2017) Bei uns ist das nicht möglich. Berlin:
aufbau [Klassiker des Nobelpreisträgers, 1935 erschienen, interessant im Blick auf die aktuelle Lage in den USA]

Schüler(innen) türkischer Herkunft und ihre Probleme im deutschen Bildungssystem SPON
"Der Islamwissenschaftler Michael Kiefer hat die WhatsApp-Chats von salafistischen Jugendlichen ausgewertet, die einen Anschlag planten", Interview mit Kiefer in der taz
Vgl.: M. Kiefer et al. (2017) "Lasset uns in sha'a Allah ein Plan machen": Fallgestützte Analyse der Radikalisierung einer WhatsApp-Gruppe. Wiesbaden: Springer VS

Lehrer haben geringere Leistungserwartungen bei Migrantenkindern, 61% glauben, dass Muslime so bildungsorientiert sind wie andere. Das zeigt die Studie "Vielfalt im Klassenzimmer". DLF
Das zeigt sich bekanntermaßen auch öfter in Gesprächen zum Übengang auf eine weiterführende Schule.

Ärzte ohne Grenzen zur Weltgesundheit auf dem G20-Gipfel: bedrückend. Interview SPON

Interview mit Nobelpreisträger Schekman: Überschätzte Fachzeitschriften, Rankings, Impact-Faktor (Zeitspanne, Mittelwert statt Median) ... SPON Dies müsste dringend diskutiert werden!

Menschliche Empathie beruht auf genauer Wahrnehmung der Augen des Anderen, Frauen sind – vermutlich auch genetisch bedingt - empathischer. Studie einer Gruppe um Simon Baron-Cohen mit hoher Probandenzahl.
Der Rat für Rechtschreibung trifft neue Entscheidungen: Es soll ein großes ß (neben altem SS) geben, u.a. Anschovis, Frotte, Ketschup,Grislibär, Joga, Komplice, Roulett, Varietee, Wandalismus sind nicht mehr korrekt. Regeln und Wörterverzeichnis hier.
Studie der Max-Planck-Institute Leipzig/Nijmegen: Lesenlernen verändert Gehirn bei Erwachsenen
"Wilhelm von Humboldt wird 250. Zeit, sich von seinem Bildungsideal zu verabschieden und die Universitäten neu zu erfinden", heißt es in der ZEIT, die neoliberalen Bildungsreforme(r)n immer offen steht. Das Gegenteil ist der Fall: Die Universitäten sollten, wie große US-Unis, zurück zu Humboldts Idealen. Und festhalten an den Prinzipien Freiheit der Forschung, Einheit von Forschung und Lehre – die heute stark bedroht sind. Die Fehlentwicklungen, die der Autor Hartung beklagt, gibt es z. T., sie haben aber mit der Unterfinanzierung der Hochschulen zu tun, die sich auch im Mangel an sozial zuträglichen Stellen zeigt, der zur Hochschulflucht vieler Talente führt. Die Zuweisung von Plätzen, die Exzellenzprogramme haben rein gar nichts mit Humboldt zu tun. Wenn es an guter Lehre fehlt, so widerspricht das doch gerade dem Ideal Humboldts. Woraus soll sich gute Lehre speisen, wenn nicht aus Forschung? Die "Überbetonung der Forschung" ist absurd. Hochschulen sind Institutionen der Innovation.
BAMF-Anhörungen: Probleme mit schlecht ausgebildeten Dolmetschern SPON  berichtet über ein länger unter Linguisten bekanntes Problem

Ist der Homo Sapiens schon 300 000 Jahre alt? Kam er aus dem heitigen Marokko und nichts aus Ostafrika? Spannende neu Entdeckungen, SPON

"Wer aus dem Klassenzimmer abschiebt, hat jedes Gefühl für Menschlichkeit verloren" SZ und SZ

Neue Studie zum Rechtsextremismus: Warum häuft sich rechte Gewalt im Osten ARD RBB
Da bleiben Fragen: Was haben die Regierungen, z. B. in Sachsen, zu verantworten? Welche Rolle hat der Verfassungsschutz gespielt? Wo steht die Zivilgesellschaft? Was machen die Vereine etc.

18.05.17 Vortrag: "Mehrsprachigkeit: Kommunikation mit und über Behörden" FH Bielefeld (12 Uhr, FH Hauptgebäude - B 243)

19.05.17: Podiumsdiskussion Stiftung Bildung/FÖTEF, Stadtbibliothek Essen, ab 18.30h
"Versteckte Potentiale entdecken! Wirtschaftsförderung durch Nachwuchsförderung"

Studie belegt "eindeutige Zusammenhänge zwischen der Vorlesekultur im Säuglings- und Kleinkindalter und der frühen sprachlichen Entwicklung..." (Wissenschaft aktuell)

Künftig in der EU Deutsch und Französisch statt Englisch?
"Es kam gar nicht gut in Großbritannien an, als EU-Präsident Jean-Claude Juncker während einer Rede in Florenz gestern nach den ersten Sätzen auf Englisch ins Französische wechselte und sagte: "Ich zögere zwischen Englisch und Französisch, aber ich habe eine Entscheidung getroffen. Ich werde auf Französisch sprechen, weil Englisch langsam, aber sicher an Bedeutung in Europa verlieren wird."" (Telepolis)

Yüksel Ekinci/Elke Montanari/Lirim Selmani (Hg.) (2017) Grammatik und Variation. Festschrift für Ludger Hoffmann. Heidelberg: Synchron  Inhalt
Tagung "Sprache als gesellschaftliche Praxis":
30.3.2017-31.3.2017 im Aby-Warburg-Haus in Hamburg.
Zugleich erschienen:
Arne Krause/Gesa Lehmann/WinfriedThielmann/Caroline Trautmann (Hrsg.)(2017) Form und Funktion. Festschrift für Angelika Redder zum 65. Geburtstag. Tübingen: Stauffenburg 

Herkunftssprachen in den Schulen – selbstverständlich unterrichten: SPON
GfdS veröffentlicht Liste der beliebtesten Vornamen

Warum werden in Deutschland, fast 60 Jahre nach Beginn der türkischen Migration, türkische Namen noch immer falsch ausgesprochen? Von Politikern, Nachrichtensprechern, sogar manchmal in der ARD. Achten Sie z. B. mal darauf, ob der Politiker Özdemir in der Aussprache ein [ts] bekommt, Erdoǧan ein [g] usw. Schauen Sie dazu mal hier oder hier. Die Aussprache ist kein Geheimnis, so viel Respekt muss ein.

Ein ZEIT-Blog berichtet über eine Klassifikation der Fake News, die das Netzwerk First Draft gegeben hat.

Kann man von der  Sprache auf das Herkunftsland (etwa von Geflüchteten) schließen? Das ist nicht unproblematisch, wie wir aus der Forensischen Linguistk wissen. Wird aber gemacht: FAZ.

Spektrum der Wissenschaft 3/2017 titelt:
"Linguisten stürzen Chomskys Universalgrammatik".
Aufsatz von Ibbotson und Tomasello

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